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02.02.2016

Brandenburger gründen wieder mehr

News der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH

Der Generationswechsel in Brandenburger Betrieben, verstärkte Gründeraktivität und ein investitionsfreudiges Handwerk haben der Bürgschaftsbank Brandenburg zum dritten Mal in Folge das beste Neugeschäft aller Bürgschaftsbanken in Ostdeutschland beschert.

Mit 288 Bürgschaften und damit verbundenen Krediten und Beteiligungen in Höhe von 71.3 Mio. Euro rangiere die Bürgschaftsbank bundesweit auf Platz sieben. Die Bürgschaften ermöglichten Investitionen in Höhe von 131 Mio. Euro und erreichten damit das Vorjahresniveau. Mit dem 31. Dezember 2015 habe die Bürgschaftsbank in ihrem Bestand 1.968 Bürgschaften und Garantien für Kredite und Beteiligungen in Höhe von 378 Mio. Euro. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren habe die Bank demnach fast 7.400 Bürgschaften ausgereicht für Kredite und Beteiligungen von fast 2 Mrd. Euro. Die dadurch getätigten Investitionen Brandenburger Unternehmen beliefen sich auf mehr als 4 Mrd. Euro. 123.000 Arbeitsplätze seien entstanden oder durch die Bürgschaften gesichert worden.

Spürbar seien die sinkende Nachfrage nach gewerblichen Krediten und die Zurückhaltung der Unternehmen bei Investitionen. Beide Entwicklungen hätten sich 2015 verfestigt. „Bei der anhaltend wirtschaftlich guten Lage im Land finanzieren Unternehmen ihre Investitionen aus eigenen Mitteln“, erklärte Miloš Stefanovic, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank. „Auch die Finanzinstitute zeigen sich im steigenden Wettbewerb untereinander zunehmend risikofreudiger und finanzieren Vorhaben häufiger ohne Bürgschaften.“

Bei etwa gleichbleibender Anzahl der Bürgschaftszusagen (288/Vj. 291) sei das Volumen der verbürgten Kredite und Beteiligungen gegenüber 2014 um etwa 1,7 Mio. Euro (minus 2,6 Prozent) gesunken. „Die Unternehmen fragen für die Umsetzung ihrer Vorhaben weiter kleinere Finanzierungsbeträge an“, sagte Miloš Stefanovic.

Deutlich gestiegen sei die Nachfrage für Gründungsfinanzierungen. Etwa 100 aller 2015 ausgereichten Bürgschaften seien an Existenzgründer gegangen. Das entspreche 35 Prozent und liege damit 5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung werde insbesondere auch von Nachfolgeregelungen getragen.

Fast zwei Drittel aller Bürgschaften seien 2015 an Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk gegangen. Während der Handel gegenüber dem Vorjahr relativ stabil bleibe (16 Prozent / Vj. 18), finde die Industrie zu alter Stärke zurück (26 Prozent/ Vj. 18). Besonders das Handwerk lege eindrucksvoll zu (23 Prozent / Vj. 16). Dienstleistung/Informationswirtschaft (10 Prozent / Vj. 15) und Verkehr/sonstiges Gewerbe (10 Prozent/Vj. 17) würden deutlich verlieren, das Gastgewerbe lege ebenfalls zu (10 Prozent/Vj. 8). Auf Angehörige der Freien Berufe entfielen 6 Prozent der Bürgschaftszusagen (Vj. 8).

Stabil zeige sich auch die „Brandenburger Erfindung“ BoB – das Sonderprogramm Bürgschaft ohne Bank: 34 Prozent aller Bürgschaften des Jahres 2015 seien über das schnelle Sonderprogramm bewilligt worden. BoB erleichtere Unternehmen den Zugang zu Krediten bis zu 400.000 Euro. Die Bürgschaftsbank übernehme noch vor der Hausbank die Prüfung des Kreditkonzeptes.

Quelle: Bürgschaftsbank Brandenburg

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