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17.06.2014

Verunsicherung und Eigenkapital bremsen Kreditnachfrage

News des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)

Laut DIHK-Chefvolkswirt Dr. Alexander Schumann stehen die Banken im harten Wettbewerb. Deutsche Unternehmen würden derzeit so leicht an Kredite kommen wie seit Jahren nicht. Dass die Banken dennoch auf dem billigen Geld sitzen bleiben, wundere ihn nicht.

„Die aktuell geringe Kreditnachfrage ist kein Ausdruck einer Ablehnung von Bankkrediten“, sagte Schumann der Nachrichtenagentur dpa. „Vielmehr halten sich viele Unternehmen derzeit noch immer bei den Investitionen zurück und brauchen deshalb weniger Finanzierung.“

Den Hauptgrund sieht der DIHK-Chefvolkswirt in den nach wie vor bestehenden Unsicherheiten. Zudem hätten zahlreiche Betriebe in Deutschland in den vergangenen Jahren ihr Eigenkapital gestärkt, und ein erheblicher Teil benötige im Augenblick überhaupt keine externen Mittel.

Werde für Projekte Geld gebraucht, seien Leasing-Finanzierungen sehr verbreitet. „Andere Finanzierungsinstrumente sind häufig nur für bestimmte Gruppen von Unternehmen sinnvoll“, so Schumann: „Unternehmensanleihen lohnen sich etwa vor allem für Großunternehmen und größere Mittelständler; auch für Schuldscheindarlehen braucht es eine gewisse Mindestgröße.“

Für Kleinunternehmen könnten hingegen etwa Bürgschaften, Beteiligungen der mittelständischen Beteiligungsgesellschaften oder auch das neue Instrument Crowdfunding interessant sein.

Wegen der geringen Kreditnachfrage und der hohen Attraktivität mittelständischer Kunden stünden die Banken derzeit in einem harten Wettbewerb bei der Unternehmensfinanzierung, erläuterte der DIHK-Chefvolkswirt die Situation. Ihre stark gestiegenen Kosten könnten die Institute daher im Augenblick nur sehr begrenzt an die Unternehmen weitergeben.

Quelle: DIHK

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