Glossar

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Im Glossar finden Sie Begriffserklärungen zum Thema Bürgschaften, Garantien und Beteiligungsfinanzierungen.

Teilweise wurden die Erläuterungen von der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH sowie vom BVK Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. übernommen 

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S

Sanierung

Die Behebung der Schwierigkeiten eines Unternehmens durch organisatorische und finanzielle Maßnahmen, z. B. Herabsetzung des Grund- und Stammkapitals und Zuführung neuen Kapitals, Stundung oder Erlass von Forderungen, Verringerung des Personalbestands.

Sanierungskredite

Darlehen oder Kredite, die der Sanierung eines Unternehmens dienen sollen. Oft müssen vergangenheitsbezogene Verluste oder Entnahmen der Gesellschafter finanziert werden, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Die Verbürgung solcher Fremdmittel ist den Bürgschaftsbanken richtliniengemäß nicht gestattet.

Schufa

Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung mbH. Die Schufa ist eine Auskunftei, die für die angeschlossenen Unternehmen - zumeist Kreditinstitute - Daten über Privatpersonen sammelt und an ihre Vertragspartner weitergibt. Wenn Sie wissen möchten, was über Sie bei der Schufa gespeichert ist, können Sie eine Eigenanfrage persönlich oder schriftlich anfordern.

Scoring

Rating, das auf eingeschränkteren Datengrundlagen basiert. Der Begriff „Scoring“ wird eher im Zusammenhang mit Privatkunden verwendet, während man vom „Rating“ häufiger im Firmenkundenbereich spricht.

Second Round Financing

Zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bereits in einer ersten Runde Beteiligungskapital erhalten hat.

Secondary Buy Out

MBO eines MBO, d. h. die MBO-Manager verkaufen an die nächste Managergeneration, oft auch für den EXIT der Beteiligungsgesellschaft genutzt.

Secondary Purchase

Exitvariante; eine Private Equity-Gesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Unternehmen an eine andere Private Equity-Gesellschaft bzw. einen finanziell interessierten Partner.

Secondary Venture Capital

Investor, der mit seinem Fonds Teile von Portfolios oder ganze Portfolios von VC/PE-Gesellschaften abkauft, um sie weiter zu entwickeln und zu veräußern.

Seed Capital

Finanzierung der Ausreifung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate bis hin zum Prototyp, auf dessen Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.

Seller´s Note

Kaufpreisstundung "Stehen gelassene" Kaufpreisforderung seitens der Verkäufer, quasi ein Verkäuferdarlehen (ggf. mit Bindung an Zielerreichungsgrad).

Senior Debt

Bankkredit, der bei Misserfolg vor Eigenkapital und Mezzanine bedient wird.

Share Deal

Kauf der Geschäftsanteile eines Unternehmens.

Sicherheiten

Als Sicherheit wird in der "Bankenwelt" die mögliche Reduzierung des Risikos aus überlassenen Geldbeträgen oder Eventualverbindlichkeiten verstanden. Die gestellten Sicherheiten werden auf Initiative des Kreditgebers verwertet, sofern der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Sach- und Personensicherheiten. Unter Personensicherheiten versteht man im Wesentlichen die Bürgschaft oder den Schuldbeitritt bzw. die Mitverpflichtung. Sachsicherheiten sind im Wesentlichen die Grundschuld, die Verpfändung sowie die Sicherungsübereignung. Bei der Abtretung/Zession wird eine Sicherheit an bestimmten Rechten bestellt. Sie wird trotzdem als Sachsicherheit behandelt.

Sicherungsabtretung

Abtretung von Forderungen zur Sicherung eines Kredites.

Sicherungsübereignung

Zur Besicherung von Krediten werden z. B. Kraftfahrzeuge, Maschinen, Einrichtungsgegenstände sowie Waren und Vorräte sicherungsübereignet. Ein wesentlicher Unterschied zum Pfandrecht besteht darin, dass das Sicherungsgut bei dem Sicherungsgeber zur Nutzung verbleibt.

Smart Money

Zusätzlicher Nutzen, den die Beteiligungs-gesellschaft dem Unternehmen durch immaterielle Unterstützung gewährt.

Softfacts

Risikofaktoren, die jedoch nicht ohne weiteres messbar sind. Häufig handelt es sich hierbei um Einschätzungen der „Qualität“ bestimmter unternehmensinterner Faktoren wie zum Beispiel Management, Mitarbeiter, Produktion, Vertrieb und der Beziehungen des Unternehmens zu seiner Umwelt bzw. zu seinem Marktumfeld.

Spin-Off

Ausgliederung und Verselbständigung einer Abteilung oder eines Unternehmensteils aus einer Unternehmung/einem Konzern; Spin-Offs bieten Unternehmen die Möglichkeit, durch Umwandlung eines Unternehmensteils in eine Beteiligung kurzfristig Kapital zu erlangen; Spin-Offs können auch der erste Schritt zu einem kompletten Verkauf eines Unternehmensteils sein.

Squeeze-Out

Aktienrechtliche Regelung, die einen Ausscheidenszwang von Minderheitsgesellschaftern gegen Barabfindung regelt, sofern ein Aktionär mindestens 95 % der Stimmrechte hält.

Start-Up Financing

Gründungsfinanzierung das betreffende Unternehmen befindet sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft und hat seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet.

Stille Gesellschaft

Stille Beteiligung, i.d.R. mit fester Laufzeit, festem Zins und festgelegter erfolgsabhängiger Komponente; die Beteiligung kann anonym bleiben und wird nicht ins Handelsregister eingetragen (still); die typische stille Gesellschaft partizipiert am Gewinn und am Verlust der Gesellschaft; eine atypische Stille Gesellschaft liegt vor, wenn der Gesellschafter nicht nur am Gewinn und Verlust, sondern darüber hinaus am Gesamtgeschäftsvermögen und damit am Vermögenszuwachs (Stille Reserven) beteiligt ist.

Stock Options

Form der Mitarbeiterbeteiligung durch Übertragung von Aktien des Unternehmens oder Gewährung von Rechten zum Bezug von Aktien oder von Wertsteigerung von Aktien an die Mitarbeiter; Form der Motivation der Mitarbeiter durch die Gesellschaft bzw. Gesellschafter.

Subordinated Debt

Nachrangiges Darlehen Ein nachrangiges Darlehen ist im Verhältnis zu anderen Gläubigern mit einem Rangrücktritt versehen. Eine Rangrücktrittserklärung beim Darlehen (Subordination) bewirkt, dass die Ansprüche der Gläubiger im Falle einer Liquidation, einer Insolvenz oder eines Nachlassverfahrens während der Laufzeit des Darlehens hinter den Ansprüchen einiger oder aller anderen Gläubiger zurück treten. Auf Grund fehlender oder ungenügender Besicherung und der Nachrangigkeit gegenüber anderen Gläubigern fordern die Geber von Nachrangdarlehen neben einer fixen Vergütung in der Regel einen gewinnabhängigen Risikoaufschlag für die Kapitalüberlassung.

Subvention

Leistung aus öffentlichen Mitteln nach Bundes- oder Landesrecht oder nach dem Recht der Europäischen Gemeinschaften an Betriebe und Unternehmen, die wenigstens zum Teil ohne marktmäßige Gegenleistung gewährt wird und der Förderung der Wirtschaft dienen soll.

Syndication

Co-Investments; Um auch größere Investments mit hohem Risiko zu finanzieren, schließen sich mehrere Eigenkapitalinvestoren zusammen (s. LEAD INVESTOR).