Förderbeispiele

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Felicitas, Dorf Mecklenburg

Neue Lebenswelten

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Foto: Thomas Mandt

Kinder und Jugendliche liegen Wibeke Mantei besonders am Herzen. Deshalb baute sie die Felicitas gGmbH zu einem der wichtigsten regionalen freien Träger der Jugendhilfe aus.

Mit dem von der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern begleiteten Umbau des alten Wismarer Schützenhauses zur Kita sieht nun auch die Zukunft des Baudenkmals rosig aus.

Das 1826 fertiggestellte Wismarer Schützenhaus zählte zu den Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen der Hansestadt. Nach 1945 als „Volkshaus“ mit Gaststätte und Volkstheater betrieben, steuerte der imposante Bau ab 1992 infolge Leerstandes auf den tristesten Abschnitt seiner Geschichte zu. Nach über 20 Jahren weht in dem alten Gemäuer dank Wibeke Mantei wieder ein frischer Wind. Wo einst zu Tanz und Musik geladen wurde, werden bald Kinder beim Spiel fröhlich lachend einander nachjagen. Eine bewegte Geschichte, auch für die Geschäftsführerin der Felicitas gGmbH.

Zwei Kindertagesstätten, ein Hort, stationäre Hilfen zur Erziehung mit fünf Wohngruppen, teilstationäre Angebote in Form von Tagesgruppen, ambulante Unterstützung für rund 60 Familien sowie Schul- und Jugendsozialarbeit: Wibeke Mantei, Geschäftsführerin der Felicitas, weiß, was Kinder und Jugendliche brauchen – einen Ort zur bedarfsgerechten Lebensweltgestaltung. Und das fängt bei den Kleinsten an.

Stabile Geburtenzahlen und der gesetzliche Anspruch auf Kinderbetreuung lassen auch in Wismar den Bedarf an Kitaplätzen steigen. So entschloss sich Mantei vor zwei Jahren zur Errichtung einer neuen Kita. Ein geeignetes Objekt war schnell gefunden. Die Hansestadt Wismar bot ihr das zentral gelegene, denkmalgeschützte Schützenhaus zur Umsetzung ihres Vorhabens an. Das Haupthaus und eine angebaute Kegelhalle boten Potenzial für fast 130 Kitaplätze.

Mit insgesamt rund drei Millionen Euro war das Bauvolumen jedoch enorm. „Die Finanzierung zusammenzubekommen, war das Schwierigste überhaupt“, erinnert sich die 45-Jährige. Dennoch hielt sie an der Idee fest, dem alten Gemäuer neues Leben einzuhauchen und den zukünftigen Kita-Kindern einen ganz besonderen Ort mit viel Freifläche und Freiraum zu bieten. Öffentliche Fördermittel und ein großer Anteil an Eigenleistung waren unerlässliche Finanzierungsbausteine. Doch erst die Verbürgung des Hausbankkredites durch die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern machte die Sache richtig rund. Ideelle Unterstützung erhielt die ambitionierte Hansestädterin vor allem seitens der Bevölkerung. „Für viele Wismarer ist das Schützenhaus mit Erinnerungen verbunden. Ihre Freude über die Verschönerung des alten Objektes ist auch für mich Bestätigung“, sagt Mantei.

Mit dem Erhalt vieler baulicher Besonderheiten wie dem großen Festsaal und den großzügigen Räumen auf der einen Seite und der Integration moderner Dämmstoffe und einer Heizung mit Solarunterstützung auf der anderen gelang ihr der bauliche Brückenschlag zwischen den Jahrhunderten, die Verbindung zwischen bewahrendem Denkmalschutz und moderner Energieeffizienz. Wenn im April 2014 die ersten Knirpse durch die Flure toben oder über eine der Rutschen in den Garten sausen, dann beginnt im Schützenhaus ein neuer, lebendiger Abschnitt, dann sind die Türen des „Hanseatenhauses“ für Kinder, Eltern und Großeltern geöffnet.

www.felicitas-wismar.de

Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH
Steffen Hartung
Dr. Thomas Drews
Graf-Schack-Allee 12
19053 Schwerin

www.bbm-v.de