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Fischereibetrieb Rolf Groenewold, Greetsiel

Krabbenfischen mit Intuition und Hightech

Fischereibetrieb Rolf Groenewold

Rolf Groenewold ist Kapitän seines eigenen Krabbenkutters. 2016 wurde es Zeit für ein Upgrade: Mit einem Darlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank und einer Agrar-Bürgschaft der Niedersächsischen Bürgschaftsbank investierte er in ein moderneres Schiff.

Zweimal pro Woche legt der Kutter im kleinen Greetsiel ab. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zu den Nordseeinseln oder in die Niederlande. Die Fischerei gehört naturgemäß schon immer zur Küste, der Krabbenfang erst seit ein paar hundert Jahren. Die Ware ist leicht verderblich und um größere Märkte zu erschließen, musste zunächst moderne Kühl- und Transporttechnik erfunden werden.

Auf der Jagd nach Nordseekrabben
Rolf Groenewold steuert seit zehn Jahren als Kapitän seinen Kutter nordwärts aufs Meer. Zusammen mit einem Mitarbeiter bleibt er mal zwei oder drei Tage draußen, manchmal auch zehn. „Häufiger nach Hause zu fahren wäre schön, würde sich aber nicht rentieren“, sagt er. Krabbensaison ist eigentlich von Juli bis November. Im Winter gehen die Vorkommen aber nicht auf null zurück. Die Tiere ziehen sich nur in tiefere Gewässer zurück und es gibt insgesamt weniger. Allerdings wird das Wetter in der kalten Jahreszeit schon mal zu schlecht, um auszufahren.

Wo genau die Reise hingeht – zu den Inseln, vor die holländische oder die dänische Küste – entscheiden letztendlich die Krabben. Denn wo morgen die besten Fanggründe liegen werden, lässt sich mit technischen Mitteln nicht vorhersagen. Kaum zu glauben, aber die Intuition des erfahrenen Fischers ist auch im Jahr 2016 noch unersetzlich. Trotzdem spielt die Technik eine nicht zu unterschätzende Rolle an Bord. Das gilt für die Navigation an der Oberfläche und die Ortung unter Wasser.

Zukunftssicherung mit Agrar-Bürgschaft
Es gilt aber auch für die Fangtechnik. Winden und Motoren helfen dabei, das schwere Schleppnetz zu bewegen – zumal, wenn tonnenweise Krabben drin sind. Technische Eigenschaften wie diese haben Rolf Groenewold Anfang 2016 dazu veranlasst, seinen alten Holzkutter durch ein zeitgemäßes, größeres Schiff aus Stahl auszutauschen. Um so eine Investition im sechsstelligen Bereich zu stemmen, hat sein Bankberater die Niedersächsische Bürgschaftsbank ins Spiel gebracht. Gemeinsam war schnell ein Plan erarbeitet, Ende März der Kaufvertrag unterzeichnet und im Mai konnte das neue Schiff in See stechen.

Die Investition macht sich langfristig bezahlt. „Die Technik ist viel besser und die Handhabung angenehmer“, so Groenewold. „Wenn man bei der Wartung am Ball bleibt, gibt es praktisch keinen Wertverlust.“ Bei Bedarf kann man so ein Schiff in der Mitte durchsägen und verlängern lassen. In einigen Jahren wird Groenewolds Sohn ins Geschäft einsteigen und es irgendwann übernehmen. Das neue Schiff hat er schon mit ausgesucht. Die Krabbenbestände sind stabil, der Preis gut, die Prognose ist insgesamt positiv. Das neue Schiff ist Grundstein für ein Familienunternehmen.


Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH
Rainer Breselge
Detlef Siewert
Hildesheimer Straße 6
30169 Hannover

www.nbb-hannover.de