
Förderbeispiele
Heicon Service Lübbenau
Partner der Deutschen Bahn
Das Lübbenauer Bahntechnik-Unternehmen Heicon Service hat im Januar den neuen Geschäftsbereich Stahlbau eröffnet.
Mehr als 1,8 Millionen Euro hat die Firma mit Unterstützung der Bürgschaftsbank in die Erweiterung investiert und will weiter wachsen. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck
(SPD) nannte das ein „Signal in die Zukunft“.
Allein im Jahr 2009 hat die Heicon Service 90 neue Mitarbeiter eingestellt. Derzeit sind in dem Betrieb, der erst vor fünf Jahren gegründet wurde, insgesamt 135 Menschen beschäftigt. Und Heicon sucht weiteres Personal. „Für 30 neue Arbeitsplätze – vorwiegend Oberleitungsmonteure, Schweißer und kaufmännische Angestellte – suchen wir derzeit Mitarbeiter“, sagt der Geschäftsführer. Jobmotor ist insbesondere die starke Nachfrage bei den Oberleitungsanlagen, die Heicon als einer von nur drei Anbietern in Deutschland mit einer speziellen Zulassung für die Deutsche Bahn AG herstellen darf.
Grund für die starke Auftragslage ist der Investitionsstau bei der Bahn. In der Vergangenheit sind viele Investitionen bei der Bahn zurückgesellt worden, da sich das Verkehrsunternehmen mit Blick auf den ursprünglich geplanten Börsengang selbst einen harten Sparkurs verordnet hatte. Diese Sanierungen und Instandhaltungen an den Anlagen müssen nun nachgeholt werden. „Das Anziehen in der Nachfrage spüren wir seit dem Jahr 2008“, sagt Madlen Heimann von der Geschäftsführung. Seither hat Heicon kontinuierlich in Personal und Technik investiert und erwartet im Jahr 2010 eine Umsatzsteigerung um drei auf 17 Millionen Euro. Das Unternehmen bietet als zertifizierter Partner und Dienstleister für die Deutsche Bahn neben dem Bau von Oberleitungsanlagen auch Starkstromtechnik und Kabeltiefbau an.
Den neuen Geschäftsbereich Stahlbau, in dem heute bereits 16 Mitarbeiter beschäftigt sind, haben die Lübbenauer aufgebaut, um diese Leistungen nicht mehr teuer bei anderen Unternehmen einkaufen zu müssen. „So sind wir noch flexibler und können selbst spezielle Lösungen anbieten“, erklärt Madlen Heidmann und ergänzt: „Und wir können schneller reagieren, selbst bei Sonderkonstruktionen.“
Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg imponiert die offensive Nachwuchssuche und Ausbildung des Unternehmens. So bildet Heicon in Kooperation mit der Deutschen Bahn eigens Oberleitungsmonteure aus. Das ist bundesweit einmalig, da der Beruf nur zu DDR-Zeiten offiziell ausgebildet wurde. Das hauseigene Schulungszentrum war 2008 in Betrieb gegangen. Das hatte sich das Unternehmen 86.000 Euro kosten lassen. „Das setzt Maßstäbe“, so Platzeck bei der Eröffnung im Januar.
Geschäftsführer Uwe Heidmann will sein Unternehmen weiter auf Wachstumskurs halten. So sind in diesem Jahr Investitionen in zwei neuen Bereichen geplant. Die guten Erfahrungen aus dem Oberleitungsanlagenbau sollen demnach auch bei Mittelspannungsanlagen umgesetzt werden. Zudem plant Heicon im Energiesektor zu investieren. „Wir wollen in die Energieberatung einsteigen und auch die entsprechenden Techniken anbieten“, erklärt der Unternehmer. „Dabei hoffen wir auch mit der Bahn in diesem Bereich ins Geschäft zu kommen.
Web: www.heicon.biz
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