Förderbeispiele

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JS Lasertechnik Stendal

Kühler Kopf für heißen Lichtstrahl

Sachsen_Anhalt

Das inhabergeführte Unternehmen ist Spezialist für den Zuschnitt von Metallteilen mit Lasertechnologie.

Die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt unterstützt Existenzgründer Jens Schumacher seit 2007 bei der Kreditfinanzierung von Investitionen unter anderem für eine hochwertige Laserschneidmaschine und hat die Betriebsmittelkreditierung verbürgt.

Ein paar Striche und Maßangaben auf einem Pappkarton: Nach dieser Skizze möchte der Kunde vier Bauteile angefertigt haben. Jens Schumacher wird daraus am Computer technische Zeichnungen anfertigen und in einen Datensatz für die Laserschneidmaschine umwandeln. Sein Ehrgeiz ist geweckt. Bei Maschinen- und Metallbauern weit über Stendal im Norden Sachsen-Anhalts hinaus hat sich längst herumgesprochen, dass der Existenzgründer aus allem „etwas machen“ kann.

Seit den 1990er Jahren werden Laser vielfältig eingesetzt – zum Abtasten im CD-Player und im Scanner an der Supermarktkasse zum Beispiel, aber auch in der Metallbearbeitung. Mit dem „heißen Lichtstrahl“ lassen sich aus Metallblechen beliebige Formen ausschneiden – präziser, sauberer und schneller als beim herkömmlichen Bohren oder Stanzen. Jens Schumacher, gelernter Maschinen- und Anlagenbauer aus der Prignitz, hat sich für die Lasertechnologie qualifiziert und in seinem früheren Betrieb vom Bediener bis zum Programmierer hochgearbeitet.
„Der Job war gut und relativ sicher“, blickt er zurück, die Familie konnte sich ein Häuschen bauen, ein Kind war unterwegs. „Doch irgend-wann habe ich mich gefragt, ob das jetzt alles war.“ In dem damals gerade 40-Jährigen reifte die Geschäftsidee, selbst eine Lasermaschine aufzustellen und damit Dienstleistungen anzubieten. 2007 schrieb er den ersten Businessplan seines Lebens, betriebswirtschaftliche Grund-lagen brachte er aus einem Meisterlehrgang mit. Über das ego-Gründernetzwerk Sachsen-Anhalt erhielt Schumacher Kontakt zu einem Unternehmensberater und kam auf diese Weise auch zur Bürgschaftsbank. Die Laserbearbeitungsmaschine war eine gewaltige Anschaffung für den Existenzgründer, die Bürgschaftsbank verbürgt Investitionskredite seiner Hausbank sowie den Kontokorrentrahmen.
Die eigentliche Herausforderung stecke in der Erstellung konstruktionsfähiger Programmier-daten für die Maschine, erklärt der Unternehmer. Mit der richtigen „Marschrichtung“ kann sich der Laserstrahl dann allein durch das Metallblech fressen, fast so, als wäre es ein Schnittmuster-bogen aus Papier. Nicht selten kommen früh Aufträge ‘rein, die am besten schon abends erledigt sein sollen. „Ich bezahle meine Mitarbeiter gut, aber ich verlange Qualität und Einsatz von ihnen“, erklärt Schumacher. Der Chef macht es vor, kaum ein Wochenende, an dem er nicht zu seinem Betrieb fährt. „Als Angestellter habe ich ruhiger gelebt“, seufzt er schmunzelnd.
Die Belegschaft zählt inzwischen zehn Mitarbeiter und weitere Bearbeitungstechnik kam hinzu. Schumacher zeigt auf Edelstahlrohre. Aus diesem Material hat er Handläufe für die Bar-Tresen auf Kreuzfahrtschiffen hergestellt. 25 bis 30 Stammkunden hat er inzwischen bundesweit. Mit Besonnenheit hielt der Jungunternehmer auch in der Wirtschaftskrise erfolgreich Kurs. 2008 wurde er mit dem Wirtschaftspreis Altmark für Existenzgründer ausgezeichnet.

Web: www.js-lasertechnik.de


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