Förderbeispiele

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Pflug, Gomaringen

Planeten aus der Schreinerwerkstatt

Pflug

Big Data gehört zur Schreinerei Pflug wie Holz zum Schreinerhandwerk. Schon früh hat Schreinermeister Joachim Plug Planetenmodelle hergestellt. Für den Planetenbau braucht das Unternehmen mehr Platz. Die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg begleitet die Finanzierung größerer Geschäftsräume.

Schreinermeister Joachim Pflug hat schon früh mit den ersten CNC-Maschinen experimentiert. Entstanden ist eine für Schreiner ungewöhnliche Produktpalette, die auch in Saudi Arabien Abnehmer findet. Sein Schwiegersohn Volker Paasch und seine Tochter Anne Pflug wollen jetzt in die Fußstapfen der Eltern treten. „Meine Schwiegereltern haben ein sehr attraktives Unternehmen aufgebaut“, sagt der 35-jährige Diplom-Holzwirt Paasch. Und so hat es die beiden zu Anne Pflugs Eltern gezogen, wo sie derzeit dabei sind, die Unternehmensnachfolge anzutreten.

Der heute 62-jährige Schreinermeister Joachim Pflug interessierte sich schon immer für neue Techniken. 1991 kaufte er das erste computergestützte Zeichen-Programm; 1994 die erste CNC-Fräse. Neben dem klassischen Schreinerhandwerk probierte er aus, wofür sich eine CNC-Fräse sonst noch nutzen lässt. So baute er sich zwei weitere Geschäftsfelder auf: Neben Ladenbau, Praxiseinrichtungen und Möbeln stellt der 18 Mitarbeiter zählende Betrieb Teile und Vorrichtungen für Industrie- und Automotive-Betriebe her und setzt aus riesigen Datenmengen Landschaftsmodelle für Museen, Naturparks und Informationszentren um. Die Pflug GmbH hat beispielsweise für eine Astronomieausstellung in Saudi Arabien beispielsweise ein Mondmodell mit 3,5 Meter Durchmesser gefertigt. „Es ist der derzeit genaueste Mondglobus und wurde nach Daten der NASA angefertigt“, sagt Paasch stolz.

Der Holzwirt hat zuvor in der Forschung und für große Unternehmen gearbeitet. Großprojekte und die Zusammenarbeit in Teams aus unterschiedlichen Berufsgruppen sind ihm vertraut. „Ich muss etwas richtig machen, sonst hätte mir mein Schwiegervater die Modelle und die Industrieaufträge nicht anvertraut.“ Anne Pflug ergänzt und unterstützt ihren Vater bei Planung und Koordination im Innenausbau und wird diesen Bereich übernehmen.

Für den Planetenbau und die beiden anderen Geschäftsbereiche braucht das Unternehmen mehr Platz. Im Rahmen der Nachfolge und aufgrund des Platzmangels baut die Pflug GmbH in Gomaringen aktuell ein neues Betriebsgebäude. Dabei verdoppelt sie die Fläche auf fast 2.800 Quadratmeter. Finanziert wurde der Neubau mit Hilfe ihrer Hausbank sowie mit Förderkrediten plus Bürgschaft der Bürgschaftsbank. Für die Nachfolgeregelung ermittelten die Berater ihrer Handwerkskammer den Unternehmenswert. Die Nachfolger zahlen ihn künftig in Form einer Pacht ab. Obwohl Paasch erstaunt war, wie viele Unterlagen für die Finanzierung des Neubaus notwendig waren, glaubt er, „dass wir auch aufgrund der aktuell günstigen Zinsen eine sehr gute Lösung gefunden haben.“

Spätestens Anfang Juni 2015 wird die Pflug GmbH in ihre neuen Räume umziehen. „Dann müssen wir nicht mehr ständig alles umständlich hin- und herräumen und haben dann auch mehr Platz, um unsere Planeten auf- und wieder abzubauen.“

www.pflug-gormaringen.de


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