Förderbeispiele

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Pro4Tex Niederfrohna

Neustart in die Zukunft

Sachsen

"Die Fortführung des Unternehmens am traditionellen Textilstandort Niederfrohna reizte mich", sagt Björn-Olaf Dröge.Selbst langjährig in der Textilbranche tätig, übernahm er die insolvente Textilveredlung Niederfrohna.

„Dank der guten Zusammenarbeit und der schnellen Entscheidungen meiner Hausbank sowie der Bürgschaftsbank Sachsen und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen konnte ich meine Idee zur Existenzgründung umsetzen“.

Nach der Insolvenz der Muttergesellschaft Schiesser AG musste auch die Textilveredlung Niederfrohna GmbH Anfang des Jahres 2009 in Insolvenz gehen. 57 Arbeitsplätze waren akut bedroht. Bis Ende des Jahres musste eine Entscheidung über die Fortführung oder die Schließung fallen. Dann – im September – wurde von
einem Mitarbeiter der richtige Mann angesprochen – Björn-Olaf Dröge. Selbst langjährig in der Textilbranche in verschiedenen Unternehmen und Funktionen tätig, erkannte er in dem Unternehmen das Potenzial für eine erfolgreiche Zukunft.

Am 1. November 2009 war es soweit: das Nachfolgeunternehmen pro4tex Niederfrohna wurde gegründet. Aus der Insolvenzmasse wurden die Maschinen und Anlagen gekauft, das wichtige Know-how wurde mit der Übernahme aller 57 Mitarbeiter gesichert. Das Unternehmen veredelt im Auftrag Wirk- und Strickwaren und bietet mit der Vorbehandlung, dem Bleichen, Färben und Ausrüsten (z. B. Spannen und Rauen) eine Stufe auf dem Weg vom Ausgangsmaterial zum Kleidungsstück an.

Der moderne Maschinenpark versetzt das Unternehmen in die Lage, die vom Kunden vorgegebenen technischen Parameter des Endprodukts flexibel und schnell realisieren zu können. Schnelligkeit ist dabei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Das unternehmenseigene Labor sichert die Kontrolle der Qualität. Hier werden die Stoffe nach der Veredlung auf Farbechtheit, Schrumpfung oder Dehnung getestet.

Dabei achtet das Unternehmen auf ökologische Standards, veredelt Baumwolle aus ökologischem Anbau und geeignete Stoffe für Baby- und Kinderkleidung.

Als eine der ersten Firmen in Sachsen hat pro4tex den „Sächsischen GewerbeEnergie-Pass“ erhalten. Dröges Haltung dazu ist einfach: „Die Reduzierung des Energieverbrauchs senkt die Betriebskosten und steigert die Effizienz unserer Produktion.“ Derartige Vorhaben will das Unternehmen auch 2010 weiter vorantreiben.

„Inzwischen haben wir uns vollkommen neu positioniert“, sagt Björn-Olaf Dröge, „statt eines Abnehmers umfasst unser Kundenstamm heute etwa 30 Unternehmen.“ Für die sind Dröge und seine Mitarbeiter neben der täglichen Arbeit auch Entwickler, gemeinsam suchen sie nach neuen Möglichkeiten der Textilveredlung.

Dabei schaut der Unternehmer um branchenunabhängiger zu werden nach neuen Zielgruppen. So baut er die Zusammenarbeit zum Beispiel mit Automobilzulieferern weiter aus. Erste Aufträge für die Veredlung technischer Textilien für den Automobilbau hat er bereits gewonnen. Für 2010 erwartet pro4tex einen Umsatz von 3,7 Millionen Euro.

Web: www.pro4tex.de

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Eva Köhler
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