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RiMO GERMANY, Sundern

Elektro-Karts gehört die Zukunft

RiMO Germany

Anfang 2014 kaufte Diplom-Ingenieur Peter Bertram den Geschäftsbereich "Karts" der RiMO Transportgeräte GmbH & Co. KG, dessen technischer und kaufmännischer Leiter er 14 Jahre lang war. Für ein Darlehen im Finanzierungspaket ging die Bürgschaftsbank NRW ins Risiko.

RiMO GERMANY baut Karts, die die Betreiber von Indoor- und Outdoor-Kartbahnen überall auf der Welt einsetzen. Allein in Deutschland gibt es rund 110 Kartbahnen, „davon bedienen wir etwa 80 Prozent, auch die Anlagen der Schumacher-Brüder“, sagt Peter Bertram, dessen Firma EU-Länder im Direktvertrieb beliefert und Handelsvertretungen in den USA, Australien, China, Russland und der Türkei unterhält. Fast zwei Drittel seines Jahresumsatzes von gut sechs Millionen Euro erwirtschaftet RiMO mit Kunden in Deutschland und Europa.

Sie haben die Wahl zwischen Karts mit Benzin-, Gas- oder Elektroantrieb. Die Verbrennungsmotoren leisten zwischen vier und 13 PS und beschleunigen die nur 100 Kilogramm schweren Fahrzeuge auf bis zu 70 Stundenkilometer. Diese Geschwindigkeit erreichen auch die Elektro-Karts, an deren beiden Antriebsrädern je ein surrender Elektromotor arbeitet. Ein Verbrenner-Kart kostet je nach Ausstattung rund 5.000 Euro, die gasbetriebene Version etwa 400 Euro mehr. Ein Kart mit emissionsfreiem Elektroantrieb schlägt hingegen mit rund 10.000 Euro zu Buche. Dennoch ist der Diplom-Ingenieur „davon überzeugt, dass Elektro-Karts die Zukunft gehört“.

Denn die klassische Kartbahn unter freiem Himmel, über die röhrende Verbrenner-Karts düsen, gehört der Vergangenheit an, zumal sich bei regnerisch kühlem Wetter der Fahrspaß in Grenzen hält. Indooranlagen, in denen man ganzjährig fahren kann, ziehen immer mehr Kartfreunde an. Doch Verbrennungsmotoren in einer geschlossenen Halle machen den teuren Betrieb von Abluftanlagen unumgänglich – ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, über den sich auch die Betreiber von Indoorbahnen Gedanken machen.

„Wer Elektro-Karts einsetzt, kann die Abluftanlage abschalten“, sagt der 49-jährige Maschinenbauingenieur, „und beim Neubau einer Indoorkartbahn kann man von vornherein darauf verzichten und spart einen sechsstelligen Betrag.“ Dafür könnte der Betreiber dann 15 oder 20 elektrische Karts kaufen.

„Als einziger Hersteller weltweit bieten wir unsere gesamte Produktpalette mit elektrischem Antrieb an“, sagt Peter Bertram. In Deutschland werden die Elektro-Karts aus Sundern auf mittlerweile elf Kartbahnen eingesetzt, 500 wurden bislang ausgeliefert. Ihr Anteil am RiMO-Gesamtumsatz beträgt inzwischen fast 40 Prozent. Denn auch unter betriebswirtschaftlichen Aspekten ist das Elektro-Kart trotz hoher Anschaffungskosten nach Meinung Bertrams „klarer Sieger auf der Piste“.

Elektro-Karts sind flüsterleise und bieten damit nicht den Sound, den Kartfreunde schätzen. Das weiß auch Peter Bertram und bietet deshalb für seine E-Kart-Serie optional ein drehzahlgesteuertes Sound-Modul an: Dann röhrt das Kart wie ein Achtzylindermotor oder ein Formel-1-Bolide, wenn man aufs Gaspedal tritt.

www.rimo-germany.com


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