Förderbeispiele

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Schlachterei Uhlen, Lengerich

Energieeffizienz im Schlachthof

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1981 hat der Schlachthof Uhlen als Ein-Mann-Unternehmen angefangen, heute arbeiten in dem Traditionsbetrieb knapp 60 Mitarbeiter.

Und gemeinsam mit der Niedersächsischen Bürgschaftsbank ist weiteres Wachstum möglich: 2013 konnten mithilfe der Besicherung ein neues Kühlhaus gebaut und die Energiekosten erheblich gesenkt werden.

Sauen zu schlachten ist eine Besonderheit: Die Tiere sind, anders als Jung-Schweine, rund drei Jahre alt, haben mindestens einmal geworfen und sind anspruchsvoller in der Schlachtung: Aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe und Form – Mastschweine „wachsen“ einheitlicher – müssen Sauen individueller und teilweise noch in Handarbeit geschlachtet werden. Der Schlachthof Uhlen hat damit eine Nische gefunden und sich in über 20 Jahren eine Spezialisierung angeeignet, die ihn zu Deutschlands zweitgrößtem Sauenschlachter macht. Verwendet wird das Fleisch zu 90 Prozent von der wurstverarbeitenden Industrie.

Vor 15 Jahren hat Michael Uhlen den 1981 gegründeten Betrieb von seinem Vater übernommen. Seitdem ist das Familienunternehmen stetig gewachsen: 2010 wurde mit der Gründung eines Zerlegebetriebs in Meppen die Wertschöpfungskette erweitert. Außerdem wurden die Produktionslinie ausgebaut und Arbeitsabläufe optimiert, um den Mitarbeitern ihre Tätigkeiten zu erleichtern. Dies sorgte unter anderem für eine Verbesserung der Arbeitsqualität und eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit.

Mit dem stetigen Unternehmenswachstum wurden die Kühlkapazitäten zu klein, eine Erweiterung wurde notwendig. Zusammen mit seiner Hausbank, der Volksbank Lingen, und einem technischen Berater wandte sich Uhlen deshalb an die Niedersächsische Bürgschaftsbank. Sie verbürgte ein Darlehen aus dem Energieeffizienzprogramm der KfW mit 80 Prozent. 2013 konnte damit ein 1.000 Quadratmeter großes Kühlhaus für knapp 4.000 halbe Sauen fertiggestellt werden. Neben der baulichen Maßnahme wurden die bestehenden Kapazitäten auf den neuesten Stand gebracht. „Durch Wärmerückgewinnung, verbesserte Isolierung und Verzicht auf angemietete Kühlhäuser konnten wir deutliche Einsparungen bei den Energiekosten erzielen“, freut sich der Inhaber des Schlachthofs Uhlen. „Außerdem ist nun die gleichzeitige Schlachtung und Verladung möglich. Durch den Ausbau konnten wir fünf neue Arbeitsplätze schaffen."

„Wir haben den Schlachthof und das Konzept genau geprüft“, erklärt Rainer Breselge, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bürgschaftsbank. Mit Michael Uhlen fand sie einen Geschäftsmann, der sein Handwerk versteht. „Das Vorhaben hat uns überzeugt und so haben wir die Bürgschaft gern übernommen.“ Mit Erfolg, wie sich zeigt: Energiekosten in Höhe von rund 35.000 Euro können jährlich eingespart und anderweitig investiert werden. „Mit dieser Investition konnten wir die bestehenden Arbeitsplätze sichern und sind gut für die Zukunft aufgestellt“, sagt Uhlen. Auch für die kommenden Jahre setzt das Unternehmen weiter auf Wachstum. Der Zerlegebetrieb in Meppen, eine 100-prozentige Tochter, soll an den Schlachthof in Lengerich angegliedert werden. „So können wir unsere Wertschöpfungskette noch weiter verbessern und ausbauen“, plant der Unternehmer.

www.schlachthof-uhlen.de

Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH
Rainer Breselge
Detlef Siewert
Hildesheimer Straße 6
30169 Hannover

www.nbb-hannover.de