Förderbeispiele

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Schüssler Novachem, Halle/Saale

Salze und Lösungen als Erfolgsrezept

Schüssler Novachem

Angefangen hat es mit Streusalz. Heute verdienen Daniel Schüssler und Sebastian Reichenbach mit den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Salzen ihr Geld. Die Bürgschaftsbank und ihre Schwestergesellschaft MBG Sachsen-Anhalt haben sie über mehrere Wachstumsschritte begleitet.

Chemie war nicht gerade ihr Lieblingsfach in der Schule. Daniel Schüssler und Sebastian Reichenbach erlernten lieber das solide Tischlerhandwerk. Zehn Jahre später liefen ihre Wege wieder zusammen und schlugen eine neue Richtung ein – weg vom Holz hin zur Chemie.

Zuvor hatte Daniel Schüssler Holzlagereinrichtungen für Streusalze gebaut. Nach der Gründung von Schüssler Novachem 1992 verkauften die Unternehmer zunächst selbst Streusalz an den Straßenwinterdienst. Dieses Geschäft brumme aber nur in einem richtigen Winter, blickt Prokurist Reichenbach zurück: „Die Firma brauchte einen konstanten Absatz im Salzbereich.“ Sie kauften im Magdeburger Hafen ein Tanklager und verfügen seitdem mitten in Deutschland über einen zentralen Logistikbereich. Dort lagern Flüssiggüter verschiedenster Kunden. Geschäftsführer Schüssler spricht von einem „stabilen ergänzenden Geschäftsfeld“.
Sie wollten auch selbst Salze produzieren. Und da gibt es mehr als Natriumchlorid, das Kochsalz. Calciumchlorid zum Beispiel wird in Textilien und Baustoffen oder bei der Bierherstellung eingesetzt, in Nahrungsergänzungsmitteln ebenso wie als Säureregulator für den Magen. Seit 1998 betreiben die Unternehmer ihre eigene Salzproduktionsanlage: „Ganz unbescheiden gehört unser Calciumchlorid zu den besten und reinsten in Europa“, sagt der Geschäftsführer. Deshalb konnte das Unternehmen über das Mengengeschäft hinaus in Nischen mit hochveredelten Spezialsalzen vorstoßen. Auch solche in reinster pharmazeutischer Qualität. „Unser Ziel war immer, alle Sektoren im Salzbereich abzudecken. Mit Pharma haben wir die anspruchsvollste Stufe erreicht“, ergänzt Reichenbach.

Als jedoch ein Großabnehmer, das Tochterunternehmen eines Pharmakonzerns im niedersächsischen Lehrte, Ende 2013 geschlossen werden sollte, drohte eine beträchtliche Umsatzeinbuße. Nach zähen Verhandlungen mit dem Konzern konnte der Mittelständler aus Halle die Produktion in Lehrte übernehmen. Dafür gründeten die Unternehmer unter Beibehaltung des alten Namens CFL eine eigenständige Firma, die fast die Hälfte der früheren Belegschaft weiterbeschäftigt.

Seit 2003 haben Bürgschaftsbankund Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) Sachsen-Anhalt die Schüssler Novachem ständig begleitet, anfangs mangelte es den Unternehmern noch an Eigenkapital. „Wir haben uns auch andere Finanzierungsmodelle angeschaut“, erzählt Reichenbach: „Mit der MBG war es am unproblematischsten. Die Rahmenbedingungen sind klar definiert und wir wissen genau, was zu zahlen ist. Beim Ausstieg spielt der eventuell höhere Unternehmenswert keine Rolle.“ Die Firmenchefs fühlen sich zudem gut beraten von Bürgschaftsbank und MBG. „Das hilft, wenn man eine Entscheidung fällen muss und dazu eine andere Meinung hören will“, ergänzt Schüssler: „Das Paket stimmt einfach.“

www.novachem.de


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